Backofen, Herd & Kochplatte, Testberichte, Produktinfos, Haushaltsgeräte
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Backöfen, Herde & Zubehör
Allgemeines und technische Beschreibung
Ehemals galt die Kochstelle als Sinnbild für das pulsierende Leben in einer
Wohnstätte. Der Herd stellt auch heute noch den optischen Mittelpunkt vieler Küchen
dar. Und obwohl die elektrischen Herde mittlerweile immer mehr Garoptionen anbieten,
füllen sich die Küchen doch mit zahlreichen Konkurrenten, die für spezialisierte
Arbeitsgänge vorgesehen sind: Mikrowelle, Friteuse, Toastofen usw.
Dabei fordert das alteingesessene Standardgerät den interessierten Kunden heraus: Zum
einen ist zwischen Standgerät, Einbaugerät und getrennten Einheiten (Platten, Ofen)
zu wählen; desweiteren werden nach wie vor mehrere Energievarianten angeboten (am
häufigsten Strom, aber auch Gas und Holz) und zum Dritten sollte die gewählte
Erhitzungstechnik mit Bedacht gewählt sein (Elektrokochplatte, Cerankochfeld und
Induktionskochfeld). Im Gegensatz zur Kochplatte oder zum Ceranfeld benötigt die
Induktionstechnik spezielle Töpfe: Nichtleitende Materialien sind ungeeignet.
Andererseits überzeugt die Induktionstechnik mit einer fein einstellbaren Temperatur.
Jede kleinste Veränderung der Regelung wird sehr schnell umgesetzt (vergleichbar mit
dem Gasherd). Die Kochplatte ist vergleichsweise kühl, da sie nur sekundär erhitzt
wird. Besonders bei kurzen Kochzeiten ist die Energieersparnis groß, da das Aufheizen
schneller vonstatten geht.
Trends und Entwicklungen
Der Kunde wünscht nicht mehr ein Arbeitsgerät, sondern ein Gerät, dass dem noblen
Ambiente der Kücheneinrichtung zur Ehre gereicht. Immer häufiger werden Herde und
andere Speisen erhitzende Zusatzgeräte durch Designer verschönert angeboten. Die
Technik tritt dann meist in den Hintergrund. Das entspricht auch der Entwicklung,
dass zusehends mehr Geräte auch bei den Einsteigermodellen einen ernst zu nehmenden
Standard erreichen.
Kaufberatung
Minibacköfen, wie auch andere Spezialgeräte, sind vor allem geeignet, kleine Speisen
– wie zum Beispiel Hawaii-Toast – schnell zuzubereiten. Minibacköfen sind bereits ab
15 Euro zu haben. Die Preise für Pizzabacköfen beginnen bei 45 Euro. Als Grill-Ofen
oder Multi-Ofen werden Geräte bezeichnet, die zum einen eine Herdplatte ähnlich dem
heißen Stein anbieten und zum anderen einen kleinen Grillofen, der für einen Kuchen
oder auch ein knuspriges Hähnchen reicht (ab rund 75 Euro). Kleinküchen bieten neben
einem grillfähigen Ofenraum auch Kochplatten ( meist zwei ) in einem Gerät an. Sie
kosten ab 130 Euro und bereichern eine Teeküche. Herde als Standgeräte mit meist vier
Elektroplatten (wahlweise auch Gaskochstellen) und Backofen beginnen in der
Einsteigerregion bei knapp über 100 Euro und erreichen bei einigen Produkten die
300er Marke. Knapp unter dieser Marke sind bereits Herde mit Cerankochfeld zu
bekommen. Die Topmodelle erreichen etwa 1500 Euro. Induktionsfelder werden meist als
autarkes Gerät geliefert und können dann mit eigenständigen Öfen kombiniert werden.
Die Induktionsplatten beginnen bei rund 500 Euro, die Backröhren bei unter 300 Euro.
Einzelplatten mit dem Induktionsverfahren sind schon für deutlich unter 100 Euro zu
haben. Einzelkochplatten in Elektrobauweise dagegen beginnen bei knapp über 10 Euro.
Die Auftrennung von Kochplatten und Herd ermöglicht den Einbau des Herdes in einer
höhergelegten Position. Zur Bedienung ist dann kein „In-die-Hocke-gehen“ mehr nötig.
Der Aufpreis gegenüber Standgeräten oder Komplettsets, die der klassischen Bauweise
entsprechen, ist jedoch nicht gering. Zudem gibt es bereits im Segment der
Einsteigermodelle Herde mit Teleskopauszügen, die den Zugang zum Backgut erheblich
vereinfachen.
Um die dampfende Abluft beim Kochen zu bewältigen, werden in der Regel
Dunstabzugshauben über der Kochstelle installiert, die über Rohre die aufgesogene
Luft nach draußen befördern. Standardmäßig sind Abzugshauben heute mit integrierter
Beleuchtung ausgestattet, die der Kontrolle des Garguts in den Töpfen dient. Die
Preise beginnen bei unter 100 Euro.
Aktuelle Situation
Der Markt bietet eine Vielfalt an Gerätevariationen an. Der Kunde ist aufgefordert,
den Eigenbedarf zu analysieren und entsprechend die Modellprogramme zu sondieren. Wer
häufig Pizza backt, einen Ofen aber sonst kaum braucht, kann vielleicht auf einen
klassischen Standherd verzichten und dafür in eine bessere Kochplatte (zum Beispiel
Induktionstechnik und entsprechende Töpfe) investieren.
Tipps
Zur Bedarfsanalyse bietet sich zum Beispiel an, einen Monat lang alle Back- und
Kochvorgänge zu notieren (Häufigkeit, Zeitaufwand usw.). Bei den ständig
wiederkehrenden Aktionen kann die Anschaffung eines speziellen Gerätes Energie sparen
und die Produktherstellung erleichtern und verbessern: Die kreative Zubereitung einer
Mahlzeit macht mehr Spaß und der bessere Geschmack verwöhnt zusätzlich.