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Camcorder & Zubehör

Allgemeines und technische Beschreibung

Der Begriff Camcorder bezeichnet die Geräte Videokamera und Videorekorder in einem Gehäuse. Im Unterschied zu Filmkameras, die eine Abfolge von Fotos positiv belichten (vergleichbar mit Dias, im Gegensatz zu Fotonegativen) zeichnen Videokameras auf Magnetband oder – seit den 90ern – auf digitale Speichermedien auf. Obwohl der technische Sachverhalt bereits seit vielen Jahren Standard ist, wurde die Bezeichnung Camcorder im allgemeinen Sprachgebrauch erst in den letzten Jahren mit dem Aufkommen des digitalen Aufzeichnungsformats DV (Digital Video) für den Hobbyfilmer verbreitet. In den Anfängen der Videoaufzeichnungsgeräte für den Heimbereich waren oft noch Kamera und Aufnahmegerät getrennt; ein zusätzlicher Tuner komplettierte nicht nur den Rekorder zum vollwertigen Heimvideorekorder, sondern war auch für die Stromversorgung zuständig. Ende der siebziger und in den achtziger Jahren konkurrierten einige Video-Verfahren miteinander. Durchsetzen konnten sich im professionellen Bereich Betacam, vor allem wegen seiner überlegenen Qualität. Das Verfahren wurde 1993 digitalisiert und anschließend zum Kino- und HD-Format HDCAM weiterentwickelt. Bei den Home-Videorekordern machte vor allem VHS das Rennen. Die VHS-Kassetten waren günstiger und boten eine entscheidend längere Spielzeit (2 Filme auf einem Band). Bei den Videokameras konnte HI-8 gegen VHS-C (die Mini-Variante von VHS), lange Zeit mithalten, vor allem wegen der besseren Qualität und der geringeren Bedeutung der Bandlängen. Seit einigen Jahren werden diese Verfahren von miniDV und Digital8 (DVD) sowie MicroMV, das mit einer MPEG2-Kompression arbeitet, abgelöst. Der Vorteil des MicroMV-Verfahren liegt darin, dass die Aufnahme noch im Gerät bearbeitet und geschnitten werden kann. Der Nachteil liegt in der qualitativen Verschlechterung durch die wiederholte Kompression. Die Aufnahme auf digitale Speichermedien und die anschließende Bearbeitung per PC ist qualitativ im Vorteil und aufgrund des größeren Bildschirms einfacher.

Trends und Entwicklungen

In den 80er und 90er Jahren konnte man den Eindruck gewinnen, dass in absehbarer Zeit die Videotechnik die Fototechnik ablösen würde. Doch auch wenn das heimische Filmen mit der Videokamera aufgrund verbesserter Qualität und vereinfachter Handhabung deutlich zugenommen hat, so bleibt sie doch etwas hinter der Fototechnik zurück. Ein Bild sagt tausend Worte. Fotos entsprechend dem allgemeinen Trend der immer kürzeren und schnelleren Kommunikation. Vor allem begeistert die Möglichkeit, Schnappschüsse mit dem Handy aufzunehmen, auf einem mobilen Fotodrucker in hervorragender Qualität auszudrucken und anschließend zu verschenken und das alles für wenig Geld und Arbeit. Die Digitalfotografie löste das lästige und bange Warten auf die Entwicklung der Bilder ab. Ein guter Videofilm dagegen muß geschnitten werden und braucht am besten noch mindestens zwei Kameraperspektiven. Die Videotechnik hat sich zu einem beliebten Hobby entwickelt, kann jedoch nicht die Massen erreichen wie die Fototechnik.

Kaufberatung

Wer sich die heutigen Camcorder für die Westentasche anschaut und sie mit den professionellen Videokameras vergleicht, fragt sich vielleicht, warum jene so groß sind, obwohl die kleinen Geräte doch auch eine gute Filmqualität versprechen. Fernseh- und Filmstudios „fahren“ mit einer ungleich höheren Bild- und Schnittqualität. Kriterien für einen technisch guten Film sind: Bildauflösung, Bildschärfe, Helligkeit und Kontrast, wackelfreies Bild, dezentes bzw. angemessenes Einsetzen von Camerabewegung, Ausbleiben von Bildstörungen usw. Die Praxis bei Video und Foto zeigt auch Amateuren immer wieder, dass eine gute Kamera auch gut in der Hand liegen muss, auch wenn die Technik mittlerweile hilft das Bild zu stabilisieren. Camcorder werden von zahlreichen Herstellern (Canon, Sony, JVC, Panasonic, Sanyo Fischer u.a.) angeboten und decken ein Preisspektrum von 50 bis 5000 Euro ab, wobei es im vierstelligen Bereich übergangslos in die professionelle Technik geht, die auch sechsstellige Preise erreicht. Im Einsteigerbereich herrschen festinstallierte Speichermedien vor, deren Inhalt anschließend per USB auf einen PC oder TV-Gerät überspielt werden kann. Im mittleren und oberen Preissegment sind wahlweise Festplatten oder einsetzbare Speichermedien (zum Beispiel DVD) verfügbar. Um sich über den persönlichen Qualitätsanspruch im Klaren zu werden empfiehlt es sich, Geräte unterschiedlicher Preislagen in Sachen Aufnahmequalität, Ausstattung und Handhabung zu vergleichen.

Aktuelle Situation

Das Angebot ist riesig und wirbt mit sehr unterschiedlichen Techniken (diverse Bezeichnungen für Aufnahmeverfahren; Kompatibilität zu PC und Software beachten!), immer höher werdenden Bildauflösungen und Ausstattungsfeatures. Auch das Zubehör ist vielfältig und es kann sinnvoll sein, bei manchen Geräten auf ein Komplettpaket zugunsten eines hochwertigeren Gerätes zu verzichten und später Zubehör nachzukaufen (zum Beispiel weitere Linsenvorsätze, Kameratasche, 2. Akku, 2. Speichermedium usw.). Die Zukunft der Videotechnik lässt sich meist an den Entwicklungen von Standgeräten (TV, Video) beobachten (Blu-ray Disc (BD), HD DVD, VMD, HDTV).

Tipps

Wer ein gutes Ergebnis wünscht, sollte sich mit der Überspielung und Bearbeitung des Filmmaterials auf einen PC auseinandersetzten. Dazu gehören Schnittstellen und Software sowie die Endausgabe, zum Beispiel auf DVD. Der Profi weiß, dass Bildstörungen oftmals erst bei der Wiedergabe der Endbearbeitung sichtbar werden – dies gilt leider auch für die digitale Signalverarbeitung. Aufnahmen einer Hochzeit zu bearbeiten kann sehr langwierig sein. Zeigt die DVD Bildstörungen, ist die Enttäuschung groß. Ratschläge für die Herstellung eines guten Videofilms holt man sich am besten beim Profi. Dessen Tipps helfen auch bei der Auswahl des Camcorders.

Bei idealo finden Sie weitere Informationen zu Camcorder & Co..
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