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Desktop-PCs & Hardware
Allgemeines
Wer plant, einen Computer zu kaufen, sieht sich einer Vielzahl von Möglichkeiten
gegenüber. Grundlegende Entscheidungen betreffen die Standortbestimmung des Gerätes.
Kann auf ein Laptop / Notebook verzichtet werden, so stellt sich als Nächstes die
Frage nach der Aufgabe und Kompatibilität des Gerätes. Komplettsystem-PC oder auch
Komplett-PC stellt heute den Oberbegriff für Heim-PCs dar, die sich von
Apple-Computern und Servern unterscheiden. Server dienen in der Regel mehr der
Datensicherung als der Anwendung und Nutzung von Daten bzw. Programmen. Apple war
eines vieler ehemals kleiner Konkurrenzunternehmen zu IBM, die nach gutem Erfolg mit
dem Apple II vor allem mit der Benutzeroberfläche ( statt Eingabe über Kommandozeilen
) Macintosh eine Vorreiterrolle übernahm, an der sich auch das Betriebssystem Windows
– Windows 95 – orientierte, weswegen in den 90er Jahren oft die Frage bei einem
Computer lautete: IBM-Computer oder Macintosh? Allerdings galten die „Mac’s“ als
teuer, wobei der Eindruck vor allem durch den Mangel an Einsteigermodellen entstand.
Für die ehemals als IBM-Computer bezeichneten PCs entwickelten sich mehrere
Gehäuseformen: Desktop ( etwa die Form eines Videorekorders, für die Aufstellung auf
dem Schreibtisch – unterm Bildschirm – oder in Racks geplant ), Bigtower ( PC-Turm,
zum Aufstellen auf dem Boden mit ausreichend Platz für fünf und mehr Einschubgeräte
sowie Midi-Tower und Mini-Tower. Die heute Desktop-PC genannte Gehäuseform entspricht
in etwa dem Mini- bzw. Midi-Tower. Die Gehäusefront erlaubt den Einbau von zwei
Laufwerken wie DVD- / CD-Player und einem Frontterminal zum Anschluss von
Speicherkarten und USB-Geräten. Im Gehäuse kann durchaus zur vorhandenen Festplatte
noch eine zweite eingebaut werden. Das Motherboard erlaubt das Aufstecken von
Komponenten wie Sound- und Grafikkarten, die das Gerät verbessern können. Mit
Barebone werden Computer-Gehäuse mit Netzteil, Prozessorkühler und Main Board
bezeichnet, die dann vom Anwender selber nach seinen Wünschen bestückt werden.
Zu den externen Peripheriegeräten gehören Monitor, Drucker / Scanner / bzw.
Multifunktionsgeräte, externe Festplatte sowie Eingabegeräte ( Maus, Tastatur,
Joystick usw.) und andere.
Trends und Entwicklungen
Modellgenerationen wechseln bei Computern erheblich schneller als bei Autos ( auch
wenn bei diesen die Modellzyklen auch immer kürzer werden ), allerdings bieten PCs
den Vorteil, dass sie noch für ein, zwei weitere Generationen nach- bzw. aufgerüstet
werden können. Nach wie vor schaffen es die Hersteller derart grundlegende
Veränderungen zu installieren, dass Computer nach drei bis fünf Jahren hoffnungslos
der aktuellen Generation hinterherhinken, sofern man nicht alles, außer dem Gehäuse
ersetzt. Damit wären sie noch nicht unbrauchbar; sie beherrschen zum Teil neuere
Software nicht mehr.
Sehr entscheidene Schritte sind in den vergangenen Jahren vollzogen worden. Zum
Beispiel wurde es mit der Erhöhung der Prozessortaktfrequenz auf über 800-1000 Mhz
möglich, das Videofilme von DVD bzw. über Antenneneingang oder Internet genutzt,
gespeichert und verarbeitet werden können. Die nächste deutlich schnellere Generation
begünstigte den drahtlosen Internetzugang. Mit Definition des HDTV-Standards sind
entscheidende Eckpfeiler erreicht worden: Verarbeitung von analogen und digitalen
Ton- und Video-Daten sowie drahtloses Internet.
Kaufberatung
Die Frage nach Apple-PC oder Komplettsystem-PC mit Prozessor von Intel oder AMD ist
zum einen immer eine Frage der persönlichen Weltanschauung, der bisherigen Nutzung
und der damit verbundenen Voraussetzungen sowie der notwendigen Kompatibilität zu
vorhandenen Peripheriegeräten und gespeicherten Daten.
Für den Einbau von Komponenten, Festplatten und Laufwerken ist Grundlagenwissen
notwendig, um zum Beispiel zu vermeiden, dass man einen teuren DVD-Brenner kauft, der
vorhandene PC aber zu langsam ist, um Videodaten zu verarbeiten. Nicht immer reicht
das Wissen um die Standards des Motherboards ( z.B. Steckplätze ) aus.
Bei den Peripheriegeräten gehen die Trends eindeutig zu fotofähigen
Multifunktionsdruckern, Flachbildmonitoren und kabellosen Eingabegeräten.
Aktuelle Situation
Die Einsteigerklasse bis etwa 500 Euro ist klar den „gewöhnlichen“ Desktops
vorbehalten. Hier findet sich bereits ein breites Angebot. Leider verdanken
PC-Einsteigermodelle ihren niedrigen Preis nicht selten durch überholte
Restpostenkomponenten.
Ab 500 Euro gehören Apple-PCs ebenso zu den Alternativen wie Notebooks oder
Barbone-PCs.
Tipps
Wer sich zum ersten Mal oder nach vielen Jahren erstmals einen neuen PC zulegt, kommt
um eine umfangreiche Sichtung der Angebotsvielfalt nicht herum. Grundlage sollte der
tatsächliche alltägliche Bedarf sein.