Digitalkamera, Testberichte, Produktinfos, Digitalkamera & Co.
Hersteller
Home | Foto-, Videokamera & Co. | Digitalkamera & Co. | Digitalkamera
Digitalkamera
Hintergrundinformationen zu Digitalkameras
Digitalkameras haben in den letzten 10 Jahren einen anhaltenden Boom erlebt und die
Kleinbildkamera verdrängt. Ständig steigende Auflösungen bei gleichzeitig sinkenden
Preisen haben dazu geführt, dass Digitalkameras auch für den Hobbyfotografen
erschwinglich wurden. Neben der unkomplizierten Handhabung mit immer
leistungsstärkeren Bildverbesserungsprogrammen hat auch die einfache und
preisgünstige Bildausgabe und -archivierung am Computer zum Siegeszug der
Digitalkameras beigetragen.
Geschichte von Digitalkameras
Erfunden wurde die Grundlagentechnik für Digitalkameras Anfang der 60er Jahre. Erste
frei verkäufliche Exemplare kamen 1976 in den USA auf den Markt. In den 80er und
frühen 90er Jahren wurden Digitalkameras von Profis für Studio-, Reprotage und
Werbefotografie eingesetzt. Seit Ende der 90er Jahre setzt sich die Digitalkamera
auch verstärkt bei Hobbyfotografen und als problemlose Kamera für Urlaubsfotografie
und andere private Anlässe durch. Mittlerweile haben Digitalkameras die
Kleinbildkamera bei den Verkaufszahlen längst abgehängt. Aktuell werden
Digitalkameras in weitere Geräte wie z.B. Handys oder PDA´s integriert. Zudem
verschwimmt die Grenze zwischen digitalen Fotoapparaten und Videokameras.
Digitalkameras können Filme im VHS-Format aufzunehmen und viele Videokameras haben
integrierte Fotofunktionen.
Technik von Digitalkameras
Das Kernstück einer Digitalkamera ist der Sensor, mit dem das durch das Objektiv
einfallende Licht des Bildmotivs in ein analoges elektrisches Signal übersetzt wird.
Optische Bildstabilisatoren in Form von beweglichen Linsen oder Sensoren sollen dabei
vor dem Verwacklen schützen. Das analoge Signal wird anschließend im A/D-Wandler in
ein digitales Signal umgewandelt, dass mit Bildverbesserungsprogrammen wie etwa einer
Rauschunterdrückung bearbeitet werden kann. Anschließend wird das Bild komprimiert
(JPG) oder unkomprimiert (RAW) abgespeichert.
Die Optik einer Digitalkamera entspricht Objektivtechnik einer Kleinbildkamera.
Allerdings ist in den meisten Digitalkameras der Sensor kleiner als ein Filmabschnitt
in einer Kleinbildkamera. Daher haben die Objektive andere Brennweiten. Die meisten
Hersteller geben aber zur besseren Orientierung parallel auch die entsprechende
Brennweite der alten Kameratechnik an. Den Sucher ergänzt oder ersetzt bei der
Digitalkamera ein kleiner Flachbildschirm, auf dem die ausgewählten Motive zu sehen
sind und sich die gemachten Bilder betrachten lassen. Ein zusätzlicher Sucher ist
dennoch sinnvoll, da etwa bei Sonnenlicht die Bildschirme schwer abzulesen sind.
Höherwertige Kameras haben dreh- und schwenkbare Bildschirme, die auch bei
schwierigen Kamerapositionen eine gute Bildkontrolle ermöglichen.
Optischer und digitaler Zoom von Digitalkameras
Insbesondere die Digitalkameras für den Consumerbereich sind alle mit fest
installierten Zoom-Objektiven ausgestattet. Meist handelt es sich um einen 3 –
6fachen optischen Zoom. In den mittleren und höheren Preislagen von digitalen
Sucherkameras findet man immer mehr Modelle mit Zoomfaktoren von 10 und mehr. Die
Brennweite reicht dann von einem kleinen Weitwinkelbereich bis zu einem mittleren
Tele-Objektiv. Ein Beispiel ist die Kodak Z812 mit einem 12fach optischen Zoom und
einer Brennweite von 36 bis 432 mm.
Zusätzlich verfügen viele Digitalkameras über einen digitalen Zoom. Anders als beim
optischen Zoom wird das Bild nicht näher herangeholt, damit mehr Details abgebildet
werden können, sondern nur ein Ausschnitt des Bildes entsprechend hochgerechnet.
Daher nimmt die Bildqualität immer mehr ab, je höher der Zoomfaktor ist. Wer
qualitativ gute Bilder haben möchte, sollte den digitalen Zoom besser ausschalten.
Digitale Spiegelreflexkameras haben dieses Problem kaum. Zwar werden sie in der Regel
mit einem Zoomobjektiv ausgeliefert, können aber bis auf wenige Ausnahmen mit
Wechselobjektiven exakt an die jeweilige Aufnahmesituation angepasst werden.
Speichermedien und Datenübertragung von Digitalkameras
Digitalkameras speichern ihre Bilder auf verschiedenen Speichermedien. Die
gebräuchlichsten Typen sind CompactFlash, Memory Stick, Microdrive, SmartMedia, SD
Memory Card (Multimedia Card) sowie xD-Picture Card. Heutzutage haben diese
Speichermedien Speicherplatz bis zu mehreren Gigabyte. Sie fassen auch in hohen
Auflösungen deutlich mehr Bilder als jeder Film, lassen sich löschen und immer wieder
verwenden. Die auf den Medien gespeicherten Bilder werden per USB-Kabel auf den
Computer übertragen. Jeder Hersteller fügt seinen Kameras entsprechende Software zur
Bildübertragung und –verwaltung bei. Man kann die Bilder aber auch über Kartenleser
in den PC übertragen. Unterstützen die Kameras den PictBridge-Standard, drucken
entsprechende Drucker ganz ohne PC die Fotos direkt. Neuere DVD-Rekorder und
Flachbildschirme verfügen oft über Kartenleser, sodass diese Geräte die Fotos
problemlos wiedergeben und archivieren können.
Auflösung und Leistungsklassen von Digitalkameras
Heutzutage werden Digitalkameras mit weniger als 2 Megapixeln Auflösung (1 Megapixel
= 1 Million Bildpunkte) nur noch für Spaßfotografie und Schnappschüsse eingesetzt,
etwa in Schlüsselanhängern, PDAs oder Handys. Aber auch bei den Mobiltelefonen geht
der Trend zu immer höherwertigeren Kameras mit Auflösungen von 2 Megapixeln und
mehr.
Die Einsteigerklasse bis 100 Euro beginnt heute bei Kameras mit 5 Megapixeln mit 3
bis 6fachen optischem Zoom und integriertem Blitz. Sie sind ausgereift, leicht,
handlich und einfach zu bedienen. In der nächsten Klasse bis 300 Euro wächst die
Pixelzahl schnell auf 10 Megapixel. Sie glänzen durch kompakte Bauweise, schickes
Design, hohen Komfort und gute Verarbeitung. Allerdings sollte man bei der Auswahl
einer Kamera bedenken, dass die Anzahl der Bildpunkte allein nichts über die Qualität
der Bilder aussagt. Wichtiger sind eine gute Optik und ein guter Sensor, der die
Lichtsignale möglichst originalgetreu umwandelt.
In der Preisklasse von 300 – 500 Euro findet man neben besonders kleinen und
hochwertig verarbeiteten Kameras auch höherwertige Sucherkameras, die den
anspruchsvolleren Fotoamateur ansprechen und zum Beispiel neben dem eingebauten Blitz
über einen Blitzschuh und die Steuerungsfähigkeit für leistungsfähige externe
Blitzgeräte verfügen. Diese Kameras sind deutlich schwerer und größer und kommen in
ihrer Leistungsfähigkeit und bis zu 10 Megapixeln und mehr schon nahe an
Spiegelreflexkameras heran.
Günstige Spiegelreflexkameras mit einer Auflösung ab 6 Megapixeln werden heute ab 500
Euro angeboten. Mit Auflösungen von über 10 Megapixeln und Preisen über 1000 Euro
finden sich im Top-Segment vorwiegend Speigelreflexkameras, die von ambitionierten
Amateurfotografen und Profis verwendet werden. Dank Wechselobjektiven und
vielfältigem Zubehör sind sie selbst für anspruchvollste Aufgaben einsetzbar.
Ausblick
Der Trend geht bei den Digitalkameras hin zu immer mehr Komfort und Ausstattung. Die
Auflösung hat ein Niveau erreicht, das selbst den Ansprüchen ambitionierter
Hobbyfotografen genügt. Daher steht nicht die Zahl der Megapixel im Vordergrund,
sondern Technik und Software, die immer bessere Bilder ermöglicht. Dazu gehören etwa
optische Bildstabilisatoren gegen das Verwackeln oder Programme zur
Gesichtserkennung, die den Autofokus auf Gesichter ausrichten und damit
Portaitaufnahmen erleichtern. Ein weiterer Trend ist die Erweiterung des
Zoombereichs. Auf der IFA 2007 präsentierten mehrere Hersteller Objektive mit
18fachem Zoom. Dabei achten die Hersteller zugleich auf eine kompakte Bauweise und
wenig Gewicht. Bei den kompakten Modellen geht die Entwicklung hin zu immer besseren
Bildstabilisatoren und Kontrollmonitoren im 3-Zoll-Fromat.
Stöbern Sie in der Netz-WG und finden Sie für Ihr Wunschprodukt den besten Preis!