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Küchenhelfer
Allgemeines
Waren die Abläufe rund um die Zubereitung von Speisen früher oft eine Plackerei, vor
allem, wenn mal etwas Besonderes die Gaumen der Familienmitglieder erfreuen sollte,
so hat sich die Küche immer mehr zu einem Wohnraum mit Life-Style-Charakter
entwickelt. Die elementare Aufgabe der Vermeidung des Verhungerns tritt immer mehr
zurück. Wer es sich leisten kann, erspart sich die Mühe, unter Zeitdruck eine Schar
hungernder Mäuler ruhig zu stellen. Dann wird schnell mal Fast-food bestellt oder man
geht auswärts essen. Die Küche bleibt dem Kochen als gemeinsames Ereignis vorbehalten.
Auch viele Haushalte, die sich den alltäglichen Besuch einer Pommesschmiede nicht
leisten können, verfahren meist in ähnlicher Weise. Das Alltagsprogramm der Ernährung
erfährt einen „Erledigungscharakter“; die besondere Ausstattung einer Küche bleibt
den besonderen Momenten vorbehalten, die sich meist in Zwischenmahlzeiten ausdrücken.
Obwohl viele Küchen heute bei der Erstausstattung schon erheblich hochwertiger und
umfangreicher sind, als noch vor einem Vierteljahrhundert, nimmt die Kernaufgabe eher ab.
Entsprechend hält der Markt eine Reihe von Küchenhelfern bereit, die zum Teil die
Nutzung der klassischen Küchengeräte – vor allem der Kochstelle – erübrigt. Eier
werden nicht mehr auf dem Herd gekocht, sondern im Eierkocher. Für Brot gibt es
sogenannte Brotbackautomaten. Eine Reihe weiterer Küchenhelfer runden das Programm
ab: Eiscremeautomaten, Entsafter, Folienschweißgeräte, Joghurtbereiter,
Küchenmaschinen, Küchenwaagen, Mix- und Mischgeräte, Schneidemaschinen, Toaster,
Waffelautomaten, Babykost-Erwärmer, Warmhalteplatten, Wasserkocher, Wassersprudler
usw. Auch wenn einige dieser Geräte bereits auf eine lange Tradition zurückschauen:
Noch nie war das Angebot so breit gefächert und die Einsteigerpreise so niedrig.
Dabei wäre es ungerecht, diese Masse an Küchenhelfern als unnütze Anschaffungen zu
titulieren. Viele Geräte zeichnen sich – vor allem bei regelmäßigem – Gebrauch, nicht
nur dadurch aus, dass sie Arbeitsabläufe vereinfachen, sondern sie sparen auch
Energie. Ein Eierkocher zum Beispiel ist sparsamer in Bezug auf Wasser und Strom als
das Kochen von Eiern in einem mit Wasser befüllten Topf auf der Herdplatte. Auch der
Wasserkocher ist sparsamer als die Erhitzung des Wassers auf dem Herd oder durch die
Heizungsanlage ( die in der Regel kein kochend heißes Wasser liefert). Die
Anschaffungskosten amortisieren sich schnell.
Trends und Entwicklungen
Glaubt man den Sozialforschern wie auch den Kunden, so ist davon auszugehen, dass in
der heimischen Küche der Zeitaufwand zur rein notwendigen Ernährung – um nicht zu
verhungern – reduziert wurde zugunsten einer mehr Spaß orientierten
Nahrungszubereitung. Statt zweimal in der Woche mühevoll einen Eintopf zu kochen,
spart man diese Zeit, in dem der Inhalt von Dosen erwärmt wird. Stattdessen genießt
man den aufwändig selbst gepressten Birnensaft.
Kaufberatung
Grundsätzlich ist zu empfehlen, bei jeder Neuanschaffung zu überlegen, wie oft das
Gerät künftig genutzt werden wird. Wer nach einem Defekt einen Küchenhelfer
wiederbeschaffen muss, weiß meist um die Vorzüge und Nachteile des bisherigen
Produkts. Geräte, die täglich im Einsatz sind, sollten auch für diese Belastung
konstruiert sein. Da sind zum einen die mechanischen Eigenschaften. Wurde
hochwertiges Material verwendet, das wenig Abnutzung erwarten lässt und leicht zu
reinigen ist – ggf. auch in der Spülmaschine? Sind die einzelnen Bauteile passgenau
aufeinandergesetzt? Können Verschleißteile nachbestellt und einfach selbst eingebaut
werden und lohnt sich das? Entspricht das Gerät den aktuellen Standards (Vergleich
mit teureren Konkurrenzmodellen, Testberichte) und den Sicherheitsvorschriften. Diese
sind vor allem in Bezug auf die eventuelle Benutzung durch (kleinere) Kinder zu
beachten. Billigprodukte sparen oft an scheinbar einfachen Dingen wie Schaltern,
Kabeln und Steckern.
Aktuelle Situation
Ist man sich der gewünschten Qualität sicher, so bleibt die Frage nach dem Design.
Manch ein Küchenhelfer wandert – vor allem täglich mehrfach genutzt – nicht wieder in
eine Schublade oder hinter ein Tür. Dann ist es schade, wenn die hochwertige
Designküche durch ein optisch minderwertiges Produkt verschandelt wird.
Tipps
Wer auf Produkte aufmerksam wird, dessen Verwendung und Nutzen ihm bisher unbekannt
war, der sollte sich nicht nur in den Fachabteilungen, im Internet und in
einschlägigen Fachzeitungen erkundigen. Die Erfahrungen anderer Benutzer können
wertvolle Informationen bieten.
Gerade der Bereich zwischen Einsteigermodellen und der mittleren Preislage birgt
einige Risiken. Nicht immer ist auf Anhieb erkennbar, woran der Hersteller gespart hat.