Laserdrucker, Testberichte, Produktinfos, Drucker
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Hintergrundinformationen Laserdrucker sw
Die Drucktechnik von Laserdruckern basiert auf dem gleichen Prinzip wie die
Kopierertechnik. Beide Systeme arbeiten mit dem Verfahren der Elektrofotografie, auch
Xerografie genannt, dass der Kopiererhersteller Xerox in den 60er Jahren zur
Serienreife brachte und damit über Jahrzehnte den Markt dominierte.
Technik
Die wichtigste Komponente des im Laserdrucker verwendeten Verfahrens ist die
Bildtrommel, die mit einem Fotoleiter beschichtet ist. Mittels Ladewalzen oder eines
Drahtes in Trommelnähe, der Ladekorona, wird diese Schicht elektrisch aufgeladen. Wo
Licht auf die Trommel trifft, wird sie neutral. Das Licht stammt von einem mit
Spiegeln gelenkten Laserstrahl. Er projiziert die zu druckende Seite auf die Trommel.
Im Unterschied zu Tintenstrahldruckern, die Seiten abschnittsweise drucken, bereitet
ein Laserdrucker immer jeweils eine Seite zum Druck vor. Daher haben Laserdrucker
auch größere Zwischenspeicher als Tintenstrahldrucker. Im nächsten Schritt wird die
belichtete Bildtrommel an einer Magnetrolle vorbeigeführt, die den elektrisch negativ
geladenen Toner trägt. Dieser setzt sich nun auf die zuvor durch den Laserstrahl
neutralisierten Bereiche der Trommel ab. Jetzt wird mittel einer Ladewalze positiv
aufgeladenes Papier an der Trommel vorbeigeführt, sodass der Toner vom Papier
angezogen wird und auf es übergeht. Er befindet sich allerdings nur lose auf dem
Papier, das anschließend kurzfristig auf ca. 200 Grad Celsius aufgeheizt wird, sodass
der Toner schmilzt und sich dauerhaft mit dem Papier verbindet. Mit dieser Fixierung
ist der Druckprozess abgeschlossen.
Wirtschaftlichkeit und Qualität
Der große Vorteil von Laserdruckern gegenüber Tintenstrahl- oder Nadeldruckern ist
die unerreichte Druckqualität bei Textausdruck und Grafiken. Zudem reagieren die
Ausdrucke unempfindlicher auf die Papierqualität und sind lichtbeständiger. Auch sind
die Kosten an Verbrauchsmaterialien und damit die Druckkosten pro Seite deutlich
geringer als bei Tintenstrahldruckern. Bei der Kostenberechnung sollte man aber nicht
vergessen, Verschleißsteile wie die Fixiereinheit oder die Belichtungsvorrichtung
miteinzubeziehen, die nach einer gewissen Laufzeit aber ausgetauscht werden müssen.
Dennoch bleibt der Kostenvorteil für Laserdrucker trotz höherer Anschaffungspreise
erhalten. Laserdrucker haben auch den Vorteil der Wartungsarmut. Während bei
Tintenstrahldrucker bei langer Standzeit die Düsen und beim Nadeldrucker die
Farbbänder relativ schnell vertrocknen, ist beim Laserdrucker kaum Wartung nötig. Bei
sehr langer Lagerung kann der Toner allerdings Feuchtigkeit aufnehmen.
Schwarz-Weiß-Laserdrucker sind die Arbeitstiere unter den Druckern. Da sie nur in
Schattierungen mit schwarzem Toner arbeiten, benötigen sie keine Vorrichtungen für
farbigen Tonerauftrag, sind dadurch schneller als Farblaserdrucker, günstiger in der
Herstellung und bauen auch wesentlich kompakter als Farblaserdrucker. Sie können
daher auch einfacher als Arbeitsplatzdrucker verwendet werden. Wenn nicht in größerem
Umfang Dokumente farbig ausgedruckt werden sollen, macht statt der Anschaffung eines
Farblaserdruckers eventuell der Kauf eines Schwarz-Weiß-Laserdruckers und eines
Tintenstrahlfarbdruckers mehr Sinn. Denn im Farbdruck, etwa auf hochwertigem
Fotopapier ist der Tintenstrahldrucker dem Laserdrucker qualitativ überlegen.
Gesundheit
Noch nicht abgeschlossen ist die Diskussion um gesundheitsgefährdende Aspekte des
Laserdrucks. Zum einen entsteht bei Geräten mit Ladekorona durch die hohe Vorspannung
in der Luft Ozon. Neuere Geräte arbeiten aber mit Ladewalzen und niedrigerer
Vorladung, bei der kein Ozon entsteht. Man sollte sich daher nach diesen ozonfreien
Geräten erkundigen. Zum anderen können im Toner auch Schwermetalle wie Blei und
Cadmium enthalten sein, wenn er nicht der RohS-Richtlinie entspricht. Hier ist beim
Tonerwechsel Vorsicht geboten.
Marktübersicht
Schwarz-Weiß-Laserdrucker sind schon ab etwa 100 Euro erhältlich. Sie eignen sich für
den professionellen Einsatz als Arbeitsplatz- oder Netzwerkdrucker, werden aufgrund
der sinkenden Preise aber auch für den Privatanwender immer interessanter. Per
USB-Kabel lassen sich die SW-Laserdrucker problemlos an jeden Computer anschließen.
Ab rund 160 Euro verfügen Schwarz-Weiß-Laserdrucker teilweise über einen
Netzwerkbuchse und können so als zentraler Netzwerkdrucker in einem Büro oder einer
Firma Druckaufträge von mehreren Computern entgegennehmen und bearbeiten. Im
vierstelligen Eurobereich ist diese Funktion die Regel, dazu kommt oft eine
Duplexfunktion. Damit lässt sich Papier direkt beidseitig bedrucken. Hinzu kommen
größere Papierfächer und ein schnellerer Ausdruck. High-End-Laserdrucker legen
nochmals in der Druckleistung zu und können bis zu 50 Seiten pro Minute drucken.
Mittelklassegeräte liegen etwa bei 20 bis 30 Seiten pro Minute. Allerdings sind die
Geschwindigkeitsangaben der Hersteller mit Vorsicht zu genießen, da sie sich in der
Regel auf den Ausdruck der immer gleichen Seite beziehen. Wichtiger für die tägliche
Nutzung am Arbeitsplatz ist die Startgeschwindigkeit, die bis zum Druck der ersten
Seite vergeht. Gute Drucker schaffen das in 8 bis 10 Sekunden. Die Topgeräte, die bis
zu 10000 Euro kosten können, bedrucken auch A3-Papier und verfügen zum Teil über
Sorter und Heftvorrichtungen, sodass sich damit ganze Broschüren herstellen
lassen.
Zubehör
Die Hersteller wie Canon, HP, Epson oder Kyocera bieten für ihre Geräte umfangreiches
Zubehör an. Es empfiehlt sich, Originaltoner und -zubehör zu verwenden, da die Geräte
darauf abgestimmt sind und nur damit die optimalen Druckergebnisse liefern. Manche
Hersteller verweigern sogar Garantieleistungen, falls Refill-Toner von anderen
Anbietern verwendet wird.
Ausblick
Aufgrund der geringen Druckkosten, ihrer Leistungsfähigkeit und sinkender
Gerätepreise ersetzen SW-Laserdrucker in Verbindung mit Scannern und Computern immer
mehr den Kopierer. Der Trend geht dabei klar in Richtung Multifunktionsgeräte, die
einen Scanner und eine Faxfunktion integrieren und somit auch als Kopierer eingesetzt
werden können. Auch für den Privatnutzer werden sie immer attraktiver.