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MP3-Player & Zubehör
Allgemeines und technische Beschreibung
Die ersten MP3-Player wurden bereits 1995 vorgestellt. Sie waren noch teuer und
konnten eine halbe Stunde Musik speichern. Den Durchbruch schaffte der Apple i-Pod
kurz nach der Jahrtausendwende. Wie schon in den Achtzigern MacIntosh / Apple bei der
Benutzerplattform für Home-PCs eine entscheidende Vorreiterrolle einnahm, so war auch
beim MP3-Player der hohe Bedienungskomfort des i-Pods ausschlaggebend für den Erfolg.
Der MP3-Player basiert im Wesentlichen auf das MP3-Verfahren; Abkürzung für MPEG-1
Audio Layer 3; MPEG = Moving Picture Experts Group, also eigentlich eine
Videodateienkompression, die jedoch auch die Audiodatenkompression ermöglicht; wurde
vom Frauenhofer Institut entwickelt. MP3 stellt eine verlustbehaftete
Datenkompression dar (im Gegegensatz zum Beispiel WAV / PCM – Dateien). Bei der
Kompression werden Anteile der Musik, die weniger hörbar sind, ausgelöscht. Der
Unterschied zwischen MP3-Klang und Hifi-Klang wird demnach vor allem bei komplexer
Musik mit starker Dynamik deutlich (Klassik, Rock). Klangliche Unterschiede lassen
sich auch feststellen, wenn MP3-Dateien kopiert werden. Dabei wird die Musik wieder
komprimiert. Vor allem ausgeprägte Gesangsstimmen verändern sich dann. Die Qualität
von MP3 wird jedoch durch neue Verfahren ständig verbessert.
Der Vorteil des MP3-Verfahrens ist die extreme Datenreduktion auf bis zu 8 % der
ursprünglichen Datenmenge ohne große Verluste. Dadurch kann nicht nur viel Musik
(oder Filme ) auf kleinsten Speichermedien untergebracht werden. Auch der
Datentransfer wird dadurch erheblich schneller, was vor allem beim Download von Musik
aus dem Internet wichtig ist. Diese beiden Vorteile wurden beim MP3-Player umgesetzt.
Kleinste Geräte für die Westentasche können mit Tausenden von Liedern in Windeseile
bespielt werden, wobei die klangliche Umgebung (Kopfhörer bzw. Ohrstöpsel) den Rest
an qualitativer Minderwertigkeit weitgehend verwischt (Kopfhörer haben es einfacher
einen guten Klang zu erzeugen als Lautsprecherboxen, die ganz andere Luftmengen
bewegen müssen). War also der Walkman oder Discman störanfällig (Mechanik) und
verlangte nach zusätzlichem Transportaufwand für die Datenträger, so führt der
MP3-Player alles inklusive mit.
Die Musikdateien werden in der Regel per Computer auf die Player oder Speichermedien
aufgespielt. Wer seine CD-, Schallplatten- oder Audiocassettensammlung bzw. Downloads
aus dem Internet auf dem MP3-Player zur Verfügung haben möchte, muss diese Musik erst
auf dem PC sammeln und bearbeiten.
Trends und Entwicklungen
Mittlerweile gibt es mehrere Varianten von MP3-Playern, die sich vor allem durch das
verwendete Speichermedium unterscheiden: Speicherkarte, Festplatte und
Mini-Festplatte sowie Speicherchip (Flash), die am Markt überwiegen. Darüber hinaus
sind kombinierte MP3-/CD-Player im Angebot und neue Handys sind in der Regel auch
geeignet, als MP3-Player zu fungieren.
Da weiterhin an immer kleineren Datenspeichern mit größerer Speicherfähigkeit
gearbeitet wird, ist davon auszugehen, dass sich hier das Angebot entsprechend
verändern wird. Dazu werden ständig neue Varianten der MP3-Komprimierung entwickelt,
die dem Verlust der Klangqualität entgegenwirken.
Kaufberatung
Der Markt erstreckt sich über eine gewaltige Preisspanne, beginnend unter 10 Euro bis
weit über 500 Euro. Geräte der klanglichen Mittelklasse (in Testberichten mit
befriedigend bewertet) sind bereits für unter 100 Euro zu haben. Der klassische i-Pod
von Apple gilt klanglich nach wie vor als einer der besten MP3-Player, doch es gibt
durchaus ebenbürtige günstigere Geräte.
Klangliche Unterschiede ergeben sich vor allem durch die Kopfhörer. Häufig kann es
angeraten sein, beim Player auf ein günstigeres Gerät zu setzen und dafür in einen
besseren Kopfhörer aus dem Zubehör zu investieren.
Zu den Unterschieden bei der Ausstattung zählen nicht nur die Speichermedien, die vor
allem an ihrer Verfüg- und universellen Anwendbarkeit zu messen sind, sondern auch
die Fähigkeit, möglichst viele Tonformate zu beherrschen. Die Bedienung ist nicht
unwichtig, vor allem, wenn es um den schnellen Zugriff auf unzählige Dateien geht. Zu
guter Letzt sollte ein Auge auf den Akku gelegt werden, ob dieser den gewünschten
Anforderungen entspricht.
Aktuelle Situation
Die Anzahl der Modelle unterschiedlicher Produktkategorien hat die 1000er Marke weit
überschritten. Dazu kommt ein umfangreiches Zubehörprogramm vom Anschlusskabel über
Trageriemen bis zu Speichermedien.
Tipps
Wer sich noch gar nicht mit MP3-Playern auskennt, sollte sich in einschlägigen
Fachzeitungen, in den Fachabteilungen und mittels der Erfahrungsberichte anderer
Anwender ( s. Internet ) informieren.