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Telefon & Fax
Allgemeines und technische Beschreibung
Obwohl das Internet neue Wege erschlossen hat, sind Telefon und Fax immer noch sehr
wichtige Kommunikationsmittel, um mit anderen Menschen, sei es nun Freunde oder
Bekannte bzw. Kunden oder Geschäftspartner, in Verbindung zu treten. Und obwohl lange
Zeit angekündigt und durch die Möglichkeiten des Internets (Webcam) bereits
eingeführt, setzt sich das Bildtelefon in der breiten Masse (noch) nicht durch. Dies
liegt wohl vor allem daran, dass sich viele Menschen an bestimmte
Kommunikationsformen mit ihren Vor- und Nachteilen bzw. Möglichkeiten und
Einschränkungen gewöhnt haben. Für bestimmte Kontakte wählt man halt die Postkarte,
den Brief, das Fax, das Telefon oder chattet im Internet. Manch einer kann mit einer
bestimmten anderen Person zwar ein langes Telefonat führen, würde aber bei
Bildkontakt z.B. über Webcam ins Stottern geraten.
Nachdem die Monopole der Deutschen Bundespost, wie sie früher hieß, nach und nach
aufgelöst wurden, kamen auch die Preise für das Telefonieren (und Faxen) unter den
Hammer und senkten sich gewaltig. Wer häufig telefoniert oder viele Faxe sendet,
wählt halt die Flatrate.
Für die Kommunikationswege Telefon und Fax hält der Markt eine Reihe von Geräten zur
Verfügung, die den unterschiedlichsten Bedürfnissen angepasst sind.
Die Zentrale der Telefon-, Fax- und Internetkommunikation stellt die Telefonanlage
dar. Sie koordiniert die Ein- und Ausgangssignale der drei Wege. Bei vielen
Heimanlagen werden dazu zwei Telefonleitungen mit drei Nummern verbunden, so dass
etwa gleichzeitig telefoniert und gesurft werden kann.
Trends und Entwicklungen
Nach dem eine Zeit lang das Kombigerät „Telefon und Fax in einem“ auf dem Vormarsch
war und zum Teil noch andere Büroaufgaben erledigen musste, etwa in kleineren Mengen
kopieren, sind die Vorgänge wieder mehr getrennt worden. Das Faxmodul ist vielerorts
in die Multifunktionsgeräte gekommen und wird direkt vom PC aus betrieben. Das
Telefon hat sich wieder verselbständigt und wurde vor allem durch die Digitaltechnik
mobiler. Zeigten die ersten schnurlosen Geräte noch Verbindungsschwächen, wenn man
sich zu weit von der Hauptstation entfernte, so können heutige schnurlose Telefon
bereits mehrere hundert Meter überbrücken, ohne der Empfang gestört wird.
Auch bei den Anrufbeantwortern hat die digitale Aufzeichnung Einzug gehalten. Ihre
Speicherkapazität ist zwar meistens noch geringer, andererseits ist die Tonqualität
meist besser und es ist einfacher, eingegangene Anrufe zwischen anderen zu
löschen.
Kaufberatung
Telefonanlagen sind angepasst an die jeweilige Telefonleitung (Analog, ISDN, DSL).
Analoge Telefonanlagen sind sehr selten geworden und decken eine Preisspanne von rund
100 bis 200 Euro ab. ISDN Telefone & ISDN Teledonanlagen sind meist befähigt sowohl analoge als auch
digitale Endgeräte zu versorgen und können zwei oder mehr Telefonleitungen für
verschiedene Adressen im Haus aufbereiten. Die Preise variieren aufgrund ihrer
vielfältigen Aufgaben und Größe zwischen unter 50 bis über 1000 Euro. DSL-Anlagen
werden heute fast selbstverständlich mit dem jeweiligen Internetanschluss angeboten.
Die Modellvielfalt an Telefonen ist mittlerweile sehr groß. Früher gab es noch ein
Standardgerät kostenlos von der Post. Heute sind Telefone wahre Kleincomputer und
manchmal kaum noch von Telefonanlagen zu unterscheiden. Sehr verbreitet sind
schnurlose Telefone und Tischgeräte, die ein Höchstmaß an Komfort bieten, zum
Beispiel einen großen Nummern- und Namensspeicher, Anklopfen und Makeln usw.
Anrufbeantworter – von 10 bis 500 Euro auf dem Markt – gefallen vor allem durch lange
Aufzeichnungsdauer und leicht verständlicher Bedienung.
Faxgeräte wurden größtenteils in Multifunktionsgeräte integriert. Allerdings gibt es
nach wie vor einen großen Markt an Singlegeräten, die teilweise auch telefonieren
können (sogar per schnurlosem Telefon).
Sowohl bei Telefonen und Anrufbeantwortern als auch bei Faxgeräten und Telefonanlagen
wirken sich nicht nur Technische Daten und Ausstattungsfeatures, sondern auch
Design-Elemente auf den Preis aus. Dieser Aspekt ist für den Kunden nicht immer
ersichtlich und es besteht die Gefahr, dass er ein Gerät erwirbt, dessen
Preisleistungs-Verhältnis dem Aufschlag eines bestimmten Designs erlegen ist.
Aktuelle Situation
Entgegen vieler Weissagungen hat das Telefon noch nicht ausgedient, obwohl Handys zum
Teil ihre Aufgaben übernommen haben. Noch sprechen für Telefone die günstigeren und
stabileren Netzverbindungen. In den Gerätekategorien Telefonanlagen, Telefone und
Faxgeräte steht vor allem der Komfort im Vordergrund, da die technischen
Grundeigenschaften der digitalen Telefonanschlüsse (ISDN, DSL) standardisiert
sind.
Tipps
Vor dem Neuerwerb sollte sich der Kunde in den einschlägigen Fachzeitungen über
Neuerungen und aktuelle Standards informieren. Da die grundsätzlichen Eigenschaften
in den letzten Jahren kaum verändert wurden, die Detailverliebtheit der Hersteller
aber fein gegliederte Modellprogramme hervorbrachte, ist ein ausgiebiges Studium des
Marktes lohnenswert. Informativ können dabei Besuche im Bekanntenkreis sowie in
kleineren Firmen sein.
Während früher das Telefon in der Regel einziges „Instrument“ an der Telefonleitung
war, setzt sich die Gesamttelefonanlage eines Hauses aus mehreren Geräten zusammen:
Telefonanlage, Telefon(e), Anrufbeantworter, Router, Faxgerät usw.
Kombinationsgeräte, wie zum Beispiel Fax, Telefon und Anrufbeantworter in einem
können kostengünstig und platzsparend sein. Andererseits besteht immer die Gefahr,
dass bei einem Ausfall alle Funktionen nicht mehr zur Verfügung stehen.
Dies ist auch bei der Selbstdiagnose aufgetretener Störungen nicht unbedeutend. Zeigt
das Faxgerät zum Beispiel einen Verbindungsfehler an, lässt sich oftmals mittels
getrenntem Telefon die Ursache eingrenzen.