Tintenstrahl- & Fotodrucker, Testberichte, Produktinfos, Drucker
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Fotodrucker
Wenn man seine Bilder von der Digitalkamera sofort etwa weil man unterwegs ist und
unabhängig von einem Fotolabor auf Papier gedruckt haben möchte, greift man am Besten
zu den kleinen und kompakten Fotodruckern, die speziell für den Ausdruck von Fotos
konzipiert sind. Entwickelt wurden sie, als mit dem ersten Aufkommen von
Digitalkameras Drucker benötigt wurden, die anders als die damals verfügbaren Drucker
besser auf den Ausdruck von Fotografien abgestimmt waren. So können diese Drucker in
der Regel auch auf kleineren Formaten und randlos drucken. Auch wenn die modernen
Drucker heute einen besseren Fotodruck beherrschen, macht die Verwendung eines
speziellen Fotodruckers durchaus Sinn, da ein guter Fotodrucker qualitativ dem Abzug
aus dem Labor kaum nachsteht. Ideal ist er außerdem für den portablen Bereich oder
für das Drucken auf kleinerem Papier im Fotoformat. Denn dann entfällt das
Zurechtschneiden von A4-Papier.
Fotodrucker sind mit Speicherkartenlesern für die unterschiedlichen, auf der
Flash-Memory-Technik basierenden Speicherkarten wie SD-Card, Memory-Stick, Microdrive
oder Compact-Flash-Card, um nur einige zu nennen, ausgerüstet. Wahlweise kann man die
Kamera auch per USB-Kabel an den Drucker anschließen, und den Ausdruck über die
Kamera steuern. Dazu müssen aber sowohl Kamera als auch Fotodrucker dem 2003
eingeführten PictBridge-Standard entsprechen. In diesem Standard sind Grundfunktionen
festgelegt, die alle PictBridge-Kameras und Fotodrucker erfüllen müssen. Dazu gibt es
noch weitere Funktionen, di vorhanden sein können, aber nicht müssen. Bei Kameras und
Fotodruckern gleicher Hersteller ist der über den PictBridge-Modus gesteuerte
Funktionsumfang nochmals größer. Es gilt beim Kauf also genau darauf zu achten,
welche Funktionen unterstütz werden.
Die Fotodrucker arbeiten zwar in der Regel auch mit der Tintenstrahltechnologie, sind
aber optimal auf Fotopapier abgestimmt und verwenden zum Druck Tinte, die lichtechter
und haltbarer ist als die in herkömmlichen Druckern verwendete. Fotodruckertinte hat
zudem weniger Pigmente als normale Druckertinte und verläuft dadurch besser, was für
den Fotodruck erwünscht ist. Beim Druck von Texten, der mit einigen Druckern
ebenfalls möglich ist, kann dass zu einer größeren Unschärfe der Buchstaben und damit
zu einer schlechteren Lesbarkeit führen. Zudem lässt sich mit vielen Fotodruckern
Papier auch randlos bedrucken, was ebenfalls einen besonderen konstruktiven Aufwand
erfordert.
Neben USB-Anschluss und Kartenleser verfügen einige Fotodrucker auch über kleine
LCD-Bildschirme. Nützlich ist auch eine Bluetooth-Schnittstelle. Damit können Bilder
drahtlos vom Mobiltelefon an den Fotodrucker übertragen und somit ohne Umweg über den
PC direkt gedruckt werden. Andererseits lassen sich mit Fotodruckern natürlich auch
die Fotos drucken, die man auf dem PC archiviert hat. Wenn man diese direkt im
passenden Format ohne Zuschneiden randlos auf Fotopapier ausdrucken kann, ist das
komfortabler und unkomplizierter als über den normalen Drucker. Manche Drucker lassen
sich beim Anschluss an den PC auch als Wechseldatenträger nutzen, über den auch
andere Datenformate als Bilder auf den Computer geladen werden können. So spart man
sich bei PCs einen separaten Kartenleser.
Fotodrucker werden von arrivierten Drucker- und Kameraherstellern wie Canon, Epson,
Kodak oder Hewlett-Packard angeboten. Die Preise für die Geräte reichen von 50 bis
über 500 Euro. Sie unterscheiden sich in Zubehör, Auflösungsvermögen und Papiergröße.
So arbeiten günstigere mobile Drucker eher mit Fotopapier in kleineren Formaten wie
etwa 10x15 oder 10x20 Millimeter. Unterschiede gibt es auch bei den Farbpatronen.
Manche Geräte verfügen nur über eine einzige Patrone, bei andern gibt es mehrere
Patronen, was Kosten spart. Um die optimale Bildqualität zu erreichen, sollte man
möglichst das vom Hersteller vorgesehene Originalpapier und die Originaltinte
verwenden. Denn auf ihre Spezifikationen ist der Fotodrucker abgestimmt. Bei
Verwendung von Fremdpapier und noch mehr bei der Verwendung von anderer Tinte können
die Ergebnisse deutlich schlechter ausfallen. Auch von normalem Papier ist abzuraten.
Denn darauf gedruckte Bilder wirken meist blass und matt. Zudem treibt dieses
vermeintlich günstige Papier die Druckkosten enorm in die Höhe, da es sich Papier mit
Tinte regelrecht vollsaugt und damit beim Druck erheblich mehr Farbe verbraucht
wird.
Zwar sind Fotodrucker und ihre Verbrauchsmaterialien, die ja meist zusätzlich zum
vorhandenen PC-Drucker angeschafft werden, ein weiterer Kostenfaktor, aber dennoch
haben sie ihre Berechtigung. Die Qualität des Ausdrucks und die Haltbarkeit sind bei
diesen spezialisierten Druckern wesentlich höher als beim Druck über den
Tintenstrahldrucker. Zudem ist man sehr viel flexibler, kann gezielt Bilder auswählen
und dann drucken. Gibt man einen Datenträger ins Fotolabor, werden auch die
schlechten Bilder mitbelichtet und ausgedruckt, was man letztlich auch bezahlen muss.