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Wäsche & Zubehör
Allgemeines und technische Beschreibung
Nachdem über viele Jahre hinweg zusehends mehr Arbeitsabläufe im Haushalt
elektrisiert wurden, werden sie nun immer mehr „prozessorisiert“. Kaum ein Gerät, das
nicht mit einem Computerhhip die Abläufe optimiert und den Energiverbrauch reduziert.
Im Bereich der Wäscheverarbeitung sind die Vereinfachungen der Tätigkeiten nicht nur
durch die neuen Geräte begründet. Auch die Textilien wurden weitgehend
pflegeleichter. Kaum ein Haushalt benötigt heute noch eine Heißmangel.
Im Großen und Ganzen umfasst der Bereich Wäsche drei Arbeitsgänge vom
Schmutzwäschekorb bis zur griffbereiten Ablage im Schrank: Waschen, Trocknen und –
wenn nötig – Bügeln. In der Regel werden diese Arbeitsschritte mit jeweils
spezialisierten Geräten vollzogen. Eine häufiger gewählte Ausnahme sind die
sogenannten Waschtrockner. Ihr Vorteil liegt in der Platz sparenden Unterbringung der
beiden Geräteeinheiten Waschmaschine und Wäschetrockner. Ferner muss die Wäsche
zwischen den beiden Arbeitsgängen nicht das Gerät wechseln. Wasch- und
Trocknungs-Vorgang können also in einem Gang durchgezogen werden. Allerdings ist
dieser Vorteil nur eingeschränkt: Wäsche wird beim Waschvorgang erheblich schwerer.
Das Gewicht verdoppelt sich annähernd. Also sollte die Hälfte der Wäsche vor dem
Trocknungsvorgang entnommen werden. Neuere Geräte beherrschen auch den Durchgang in
einem bei gleichbleibender Waschmenge. Allerdings erhöhen sich Zeit- und
Engerieaufwand erheblich. Ein weiterer Nachteil der Waschtrockner ist, dass das Gerät
während des Trocknens nicht für weitere Wäsche nutzbar ist. Wer also mit hohem
Wäscheaufkommen zu kämpfen hat, der wird auf getrennte Geräte setzen.
Trends und Entwicklungen
Besonderes Augenmerk legen die Hersteller seit vielen Jahren auf die
Energieeffizienz. Daraus errechnet sich manchmal der Umstand, das eine Waschmaschine
bei der Anschaffung zwar 200 Euro teurer ist, dieser Mehrpreis sich aber bereits
innerhalb von 5 Jahren Betrieb amortisiert. Wer also bei der Anschaffung mehr
bezahlen kann, erfreut sich nicht nur an einem hochwertigeren Gerät mit besseren
Ausstattungsfeatures, sondern spart langfristig Geld. Dem Sparen dienlich sind auch
Zeitschaltuhren, die den Wasch- oder Trocknungsvorgang auf eine günstigere
Stromnebenzeit legen.
Kaufberatung
Mit der Waschmaschine beginnt der Reinigungsprozess der Wäsche. Zahlreiche Hersteller
bieten hier ein breit gefächertes Modellprogramm an. Üblich sind die Gerätebreite von
60cm, das Waschvolumen für 5kg Trockenwäsche, Effizienzklasse A und eine
Schleuderhöchstdrehzahl von 1000 bis 1600/min. Die Preise beginnen bei rund 200 Euro
und enden bei über 2000 Euro.
Wäscheschleudern ( Wäschezentrifuge ) werden manchmal zu Unrecht für veraltet
gehalten. Dennoch können sie da gute Dienste leisten, wo die Wäsche zum Endtrocknen
aufgehängt wird. Im Gegensatz zu Wäschetrocknern können sie meist eine größere
Wäschemenge verarbeiten. Im Vergleich zu den Entwässerungsvorgängen bei
Waschmaschinen und Wäschetrocknern sind die Zentrifugen ( Schleuderdrehzahl von
2800/min ) effizienter und Energie sparender. Dazu kommt ein wesentlicher Vorteil für
Allergiker: Waschmittel und andere Waschzusätze werden vollständiger mit dem Wasser
der Wäsche entzogen. AEG bietet zum Beispiel noch Wäscheschleudern zwischen knapp
unter 150 bis 250 Euro an.
Wäschetrockner ( auch Trockner, Tumbler oder Tümmler genannt ) gibt es in zwei
verschiedenen Grundtechniken: Beim Ablufttrockner wird die Feuchtigkeit über einen
Abluftschlauch entfernt. Dieser befördert die feuchte Abluft ins Freie. Wer den
Waschraum nicht mit einem Entlüftungsrohr versehen kann, ist auf einen
Kondensationstrockner ( auch Kondenstrockner ) angewiesen. Dabei wird die
Umgebungsluft angesaugt und zur Kühlung der feuchtwarmen Luft genutzt. Der Aufwand an
Bauteilen und Energienutzung ist höher als bei den Ablufttrockner. Entsprechend
liegen die Kondenstrockner auch in der Anschaffung spürbar höher.
Bei Bügeleisen ist der Trend in zwei Richtungen gegangen: Dampfbügeleisen, früher
noch eine teuere Seltenheit, sind heute zu einem äußerst günstigen Massenartikel
geworden. Die Einsteigergeräte sind für unter 10 Euro zu haben. Wer viel bügelt und
Wert auf das gute Ergebnis legt, greift zur Bügelstation ( ab 40 Euro ). Bügeltische
sind heute standardmäßig mit Steckdose und Kabelführung ausgestattet. Die
Einsteigerprodukte beginnen bei rund 25 Euro.
Aktuelle Situation
Das breite Angebot erleichtert die Auswahl nicht, wenn diese ohne eigene
Bedarfsanalyse zum Erfolg führen soll. Gesundheitliche, ökologische und ökonomische
Aspekte gewinnen weiter an Bedeutung.
Tipps
Da man kaum mehrere Waschgeräte im Laden ausprobieren kann, ist der Kunde auf
ausführliche Produktvergleiche in Internetportalen und entsprechenden Fachzeitungen
angewiesen.